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Rondolett
Das eine Mal, da ich dich, schönste Frau, um Gunst der Liebe bat,
Warst du so grausam, hoffnungslos mich fortzujagen,
Als ob ich je durch Worte, durch Betragen gekränkt dich hätte.
Sag, warum so rau? Missfiel dir meine Liebe, schönste Frau,
Weshalb nicht sprachst du (Weiber sind doch schlau):
"Nicht jetzt mein Freund, wir müssen noch vertragen das eine
Mal!"
Nicht weh will ich dir tun! ins Herz mir schau:
Es stöhnt, weil deiner Glieder Götterbau die Ruh ihm stielt!
Wie sollt es auch nicht klagen? Ich will ja nichts von dir,
Lass es mich sagen, als dass du reißt mich aus der Liebe Klau
Das eine Mal!
Francois Rabelais - 1483 - 1553
Übersetzer: Fedinand Adolph Gelbcke 1812 - 1892
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