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Fast tagt' es schon, und durch den Weinberg ging
Fast
tagt' es schon, und durch den Weinberg ging
Der Schatten einer bösen
Wolke, die droben hing
Und eine große schwarze Kinderschar
In kurzer Frist aus ihrem Schoß gebar.
Ganz deckten sie den Himmel,
Und nicht mehr sah das Blau
Hervor durch ihr Gewimmel.
Ich, da ich in Gefahr den Weinberg sah,
Beugte die Knie' und flehte,
Indem ich aufwärts spähte:
O gnädigste Frau Wolke,
Verschonet doch, ich bitt' euch,
Die Trauben hier, die so viel Freude bergen,
die erst von hier zur Kelter wandern soll,
Aus dieser in die Tonne,
Und aus der Tonne dann in unsre Herzen,
Die sie so nötig haben,
Die Sorgen zu verscheuchen
Und schönen Traum zu träumen.
Seht, neben diesen Weinberg ist ein Ölwald
Mir schönem Laub, und mag man
Mit seinem Öl auch den Salat bereiten,
Ich zaudre nicht, Frau Wolke,
Auf diese leckre Speise
Gleich zu verzichten, kommt es
Dem Traubensaft zu gut,
Der purpurn meiner Liebsten Wange färbt
Und schafft, dass sie mir was zu Liebe tut.
Girolamo Ragusa Moleti - 1851 - 1917
Übersetzer: Paul Heyse 1830 - 1914
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