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Wo, mein Benacus, sind die frohen Stunden
Wo,
mein Benacus, sind die frohen Stunden,
Die du verheißen einst, die ich gedacht
In deiner Ufer Paradiesespracht
Mit ihr zu feiern, der ich treu verbunden?
Die ros'gen Gluten, wenn der Tag entschwunden,
Die Wonnen in des Ölwalds Schattennacht,
Das tiefgeheime Glück, das trunken macht
Zwei Herzen, die in Liebe sich gefunden?
Wo sind die süßen Nächte, wenn der Kahn
Die Wellen sucht, die schluchzend ihn umspielen
In des vertrauten Mondes Silberschein?
O tote Hoffnung! Auf andrer Bahn
Fährt sie nun einsam hin, nach andern Zielen,
Und weder Ross noch Barke holt sie ein!
Cesare Betteloni - 1808 - 1858
Übersetzer: Paul Heyse 1830 - 1914
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