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Der spitze Mund
Wohl mir der Stunde
Von rotem Munde
Mir Liebes geschah;
Ein zartes Lachen
Sah lieblich machen
Den Schelm ich da.
So spitzte der Nymphe
Das Mündlein sich,
Als sagte sie fünfe
Gar säuberlich.
Ach wer ihn küsste!
Fürwahr, der wüsste
Nichts mehr von Not.
Dies Lächeln lose
Schuf eine Rose
Nie halb so rot!
Hals und Hände
Sind weißer als Schnee,
Was tust du ohn Ende,
Lieb Trautchen, mir weh?
Willst du mich zwingen,
Dass ich dir singen
Soll offenbar?
Tröst mich, du Eine,
Die ich nur meine
In Treuen fürwahr!
Mein Zuckertrautchen,
Bring Hilfe mir:
Ganz Herzensbrautchen,
Gehör ich dir!
Heinrich Hezbold von Weißensee - um 1250
Übersetzer: Richard Zoozmann 1863 - 1934
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