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Einer im Paradies
Ach,
Alles warst du mir, mein Lieb,
Mein Lieb, so hold und rein -
Ein Bronnen und ein Schrein,
Umkränzt mit Blumen ohne Zahl
Und alle Blumen mein!
Ein schöner, wonn'ger Traum!
O, gold'ne Hoffnung! Ach, zu bald
Zerflossest du, wie Schaum.
Die Stimme aus der Zukunft schallt:
"Auf! Auf!" - doch an den Saum
Der Einst irrt mein verstörter Geist -
Ich leb' und weiß es kaum.
Denn ach und ach! für mich
Ist jetzt das Leben leer!
Nicht mehr - nicht mehr - nicht mehr -
(So hör' ich rauschen feierlich
Am Strand das ew'ge Meer)
Begrünt auf's Neu die Eiche sich,
Fliegt stolz der Aar einher.
Ich weiß es, wieder lenzen
Kann es mir dorten nur,
Wo deine Augen glänzen,
Wo leuchtet deine Spur -
In sel'ger Geister Tänzen
Auf grüner Himmelsflur.
Edgar Allan Poe - 1809 - 1849
Übersetzer: Friedrich Spielhagen 1829 - 1879
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